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Labor Betriebssysteme und Programmieren

RäumeR BG.009 (Tel.: -3430) und E 204 (Tel.: -4431)
Laborleiter Jürgen Plate Tel. 089/1265-3496
Stellvertreter Dr. Manfred Gerstner Tel. 089/1265-3459

Im Labor BS* werden die Praktika und Demonstrationen zu den Vorlesungen 'Betriebssystem UNIX/Linux', 'Kommunikationsnetze', 'Algorithmen und Datenstrukturen', 'Programmieren' und 'Internet-Technologie' abgehalten.

*'BS' steht für 'Betriebssysteme', weil anfangs in diesem Labor nur Praktika zu UNIX und Novell Netware stattfanden.

Formales

Das Labor Betriebssysteme & Programmieren

Das Labor ist auf zwei Räume aufgeteilt, im R-Bau der Raum R BG.009 im Basisgeschoß und im E-Bau der Raum E 204 im 2. Stock.

Das Programmierlabor im R BG.009

Das Labor im R-Bau ist mit 24 Sun-Ray Thinclients ausgestattet, die mit drei Sun-Servern ('C1', 'C2' und 'C3') verbunden sind. Sie dienen als X-Terminals für die Programmier-Praktika. Die KDE-Oberfläche unter Solaris, einem UNIX-Derivat, ermöglicht komfortables Arbeiten. Die Programmierung (C oder C++) erfolgt mit 'Kdevelop' oder 'Ecipse', zwei professionellen Schnittstellen, die alles von der Projektverwaltung bis zum quelltextbezogenen Debugging bietet.

Natürlich haben die Suns auch Verbindung zum Netz der Hochschule und damit zum Internet. So sind auch Internet-Recherchen möglich - oder man kann mal schnell eine E-Mail versenden.

Für den Vorlesungs- und Übungsbetrieb (hauptsächlich Programmieren) ist der Raum mit Whiteboards, Beamer und Overheadprojektor ausgestattet.

Daneben betreut das Labor dieverse Server, die natürlich nicht im Labor stehen, sondern in einem eigenen Serverraum mit Klimatisierung und gesicherter Stromversorgung. Unter anderem sind dies
Autonomes Versuchsfahrzeug - eine Kooperation mit dem Labor Mustererkennung

Das Entwicklungslabor im E 204

Der zweite Teil des Labors im Raum E 204 hat den Charakter eines Seminarraums. Hier stehen etliche Linux-PCs und einige Linux-Server für Experimente. In diesem Raum finden Demonstrationen, Praktika und Projekte zu den Vorlesungen 'Rechnerperipherie', 'Kommunikationsnetze', 'Internet-Technologie' und das TI-Projektpraktikum statt. Durch die Gestaltung des Raums kann während der Lehrveranstaltung schnell zwischen Zuhören, Gruppenarbeit und Action am Rechner gewechselt werden.
Dieser Raum ist ebenfalls mit Beamer, Tafel, Overheadprojektor und Verstärkeranlage ausgestattet. Fü multimediale Anwendungen steht bei Bedarf eine Videokamera mit Kamerawagen und Scheinwerfern zur Verfügung.

Außerdem können die Rechner für Diplomarbeiten oder den Test von Erweiterungen der Fachbereichs-Netzdienste genutzt werden.

Weiterhin stehen zwei Hardware-Arbeitsplätze für das Projektpraktikum und Abschlussarbeiten zur Verfügung. Hier lassen sich der Hardware und Software speziell für Microcontroller entwickeln. Der eine Arbeitsplatz ist vornehmlich für die Elektronik-Arbeiten eingerichtet, er dient dem Aufbau von Hardware und Interface-Schaltungen /u.a. Löten und Messen).
Der zweite Arbeitsplatz ist der Software vorbehalten. Ein PC mit der nötigen Software für das Zeichen von Schaltplänen und Platinenlayouts, EPROM-Programmierer sowie Microcontroller-Entwicklungs-Systemen bieten alles Notwendige für die Programmierung von Controllerboards (fertig gekaufte und selbst entworfene).

Es gibt zwar einige Windows-Rechner (manche Software gibt es halt nur für Windows und da alle Welt MS-Office für einen Standard hält, bleibt einem das nicht erspart), aber die Menge der anwesenden Pinguine weist schon auf das hauptsächlich verwendete Betriebssysteme hin. Natürlich passt auch im R BG.009 der Tux auf die User auf.

Forschung/Projekte

Bei angewandter Forschung denkt man zunächst an Kooperation mit der Industrie. Im Labor BS haben sich jedoch daneben aus den aktuellen Anforderungen heraus Projekte ergeben, die dem Fachbereich und der Fachhochschule zu gute kamen.

So wurden im Zusammenarbeit mit dem ZaK (Rechenzentrum) der FH Konzepte für Firewall- und Proxy-Rechner entwickelt und realisiert.
Auch der Betrieb eines fachbereichseigenen Webservers, der datenbankgestützt arbeitet, oder die Installation des E-Mail-Servers mit Spamfilterung und Virenschutz gehören zu den internen Projekten. Die Erfahrungen haben sich dann auch in einem Fachbuch beim Hanser-Verlag niedergeschlagen.

Auch die Hochschuldomain 'hm.edu', die seit 1998 existiert (anfangs als 'fhm.edu'), verdankt die Hochschule dem Labor BS. Seit 2001 wird übrigens keine 'edu'-Domain mehr an Hochschulen außerhalb der USA vergeben.

Aber auch die Verfügbarkeit umfangreicher Vorlesungs-Skripten führt zu interessanten Kooperationen. So werden etliche Texte zu Computernetzen, Sicherheit, Telefon usw. von verschiedenen Behörden für die interne Weiterbildung verwendet. Unter anderem entstand so eine CD-ROM der Zentralstelle für Information und Kommunikation des Bundesgrenzschutzes. Auch andere Hochschulen verwenden viele Unterlagen, die hier entstanden.


Aus dem Labor sind aber auch einige interessante Projekte mit Aussenwirkung hervorgegangen, unter anderem

  • Projekt Netzmafia. Im Rahmen der Netzwerk- und Internet-Vorlesungen diente zunächst der Rechner www.netzmafia.de als Beispiel- und Demonstrationssystem für die Konfiguration verschiedener Internet-Dienste - und das auch für externe Schulungen. Dort finden Sie auch alle Vorlesungsskripte, Hintergrundskripte, Software und weitere Informationen. Inzwischen kann das System bis über 4.000.000 Zugriffe pro Monat verzeichnen.

  • Webportale des Pflaum-Verlags.

  • Hardware zum autonomen Versuchsfahrzeug des Labors MK.

  • Für AKAD Die Privat-Hochschulen GmbH, Stuttgart, entstanden bisher fünf Lehrbriefe zu den Themen Sytemsoftware, Kommunikation/Rechnerverbund und Internet. Weitere vier Lehrbriefe zum Themenkreis 'Mikrocontroller' entstehen 2011/2012.

  • Das Projekt 'Fachbereichsdatenbank'. In dieser Datenbank werden alle bisher dezentral gehaltenen Daten (Adressen, Webseiten, Fächerbeschreibungen, Labor-Informationen, Personal-Einsatzplanung, usw.) zusammengeführt. Dazu gehören auch die Online-Anmeldung zum Praxisseminar und zu verschiedenen Lehrveranstaltungen.

  • Elektronische Evaluation: 2004 wurde ein System für die Online-Evaluation der Lehre entwickelt, das seit 2005 auch von anderen Fakultäten rege genutzt wird. Näheres unter evaluation.ee.hm.edu.

  • Ein laborinternes Forschungsprojekt widmet sich der jüngeren Geschichte der Datenverarbeitung, Digitaltechnik und deren elektronischen Randgebieten. In den Jahren 2011 und 2012 entsteht in der Ausstellungshalle E 011 eine Ausstellung zum Thema 'Geschichte der Datenverarbeitung'.

    Dazu gehört auch das Projektpraktikum im Sommersemester 2011, das die Verbindung zwischen historischen und aktuellen Elementen zum Thema hat. Hier werden moderne Controllerschaltungen verwendet, um Kaltkatoden-Anzeigeröhren ('Nixie'-Röhren) und andere Anzeigeröhren ('Magische Augen') anzusteuern. Zur Erzeugung der Anoden- und Heizspannung kommen aktuelle DC-DC-Wandler (Boost- und Buck-Wandler) zum Einsatz.